2018 – Das ändert sich beim Geld - Günstige Kredite im Kreditvergleich

2018 – Das ändert sich beim Geld

Ab und an gibt es auch unterjährig die eine oder andere Veränderung bei Steuern oder Versicherungsbedingungen. Das Hauptdatum für Neuerungen ist und bleibt aber der 1. Januar eines Jahres. So auch wieder im Jahr 2018, wenn es Neues zu berücksichtigen gibt. Die wichtigsten Punkte in der Übersicht:

Finanzielles

Neues bei der gesetzlichen Rente

Für das Jahr 2018 hat der Gesetzgeber zwei Änderungen geplant, die beide für Einzahler und Bezieher Vergünstigungen bringen. Zum einen soll der Beitragssatz von 18,7 Prozent auf 18,6 Prozent sinken. Nicht viel, aber bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro monatlich bedeutet dies eine Erleichterung von 1,50 Euro.

Entwickeln sich die Löhne und Gehälter im Jahr 2018 wie erwartet, können die 21 Millionen Rentenbezieher mit einem Anstieg der Renten um ca drei Prozent rechnen.

Die alljährliche Anpassung der Sozialversicherungsrichtwerte

Auch für das neue Jahr gelten neue Beitragsbemessungsgrenzen bei den Sozialversicherungen. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sieht es wie folgt aus:

Beitragsbemessungsgrenzen, Beitragssätze und Versicherungspflichtgrenzen 2018 Bundesgebiet
Beitragsbemessungsgrenze jährlich 53.100,00 EUR
Beitragsbemessungsgrenze monatlich 4.425,00 EUR
Beitragssatz 14,60%
Beitragssatz Arbeitgeberanteil 7,30%
Beitragssatz Arbeitnehmeranteil 7,30%
Zusatzbeitragssatz (Tragung durch Arbeitnehmer) kassenindividuell
Versicherungspflichtgrenze jährlich 59.400,00 EUR
Versicherungspflichtgrenze monatlich 4.950,00 EUR
Versicherungspflichtgrenze jährlich 53.100,00 EUR
(nur für Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 PKV-versichert waren)
Versicherungspflichtgrenze monatlich 4.4250,00 EUR

 
Während die Beitragssätze zur Krankenkasse Auswirkungen darauf haben, ob ein Arbeitnehmer in eine private Krankenversicherung haben, betrifft die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung auch einen anderen Personenkreis. Die Rede ist von all denjenigen, welche eine arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersversorgung nutzen. Gefördert werden vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze 2018 West Ost
Beitragsbemessungsgrenze jährlich 78.000,00 EUR 69.600,00 EUR
Beitragsbemessungsgrenze monatlich 6.500,00 EUR 5.800,00 EUR
Beitragssatz 18,60% 18,60%
Höchstbeitrag monatlich 1.209,00 EUR 1.078,80 EUR

 

Für die Arbeitslosenversicherung gelten die folgenden Daten:

Beitragsbemessungsgrenzen  und Beitragssätze 2018 West Ost
Beitragsbemessungsgrenze jährlich 78.000,00 EUR 69.600,00 EUR
Beitragsbemessungsgrenze monatlich 6.500,00 EUR 5.800,00 EUR
Beitragssatz 3,00% 3,00%

 

Die Sätze zur gesetzlichen Pflegeversicherung sehen folgendermaßen aus:

Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze 2018 Bundesgebiet
Beitragsbemessungsgrenze jährlich 53.100,00 EUR
Beitragsbemessungsgrenze monatlich 4.425 EUR
Beitragssatz 2,55%
Beitragssatz für kinderlose Mitglieder* 2,80%
Höchstbeitrag monatlich 112,84 EUR
Höchstbeitrag monatlich für kinderlose Mitglieder* 123,90 EUR

* Ab 1.1.2005 gilt ein Zuschlag für kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr, die nicht vor dem 1.1.1940 geboren sind.

Kindergeld

Auch wenn das Kindergeld in Bezug auf die Kosten für Windeln oder eine Kindertagesstätte nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, können sich Eltern ein bisschen freuen. Für das erste und zweite Kind steigt das Kindergeld auf 194 Euro im Monat.

Hartz-IV Satz

Der Satz für Arbeitslosengeld II steigt ab dem 1. Januar auf 416 Euro für Alleinstehende und auf 374 Euro pro Partner bei Paaren.

Entwicklung des Hartz-IV Regelsatzes seit 2005

regelsatz

Bürokratisches

Es geht bei den gesetzlichen Änderungen aber nicht nur um Dinge, die sich in Cent und Euro niederschlagen, sondern auch um bürokratische Neuerungen.

Die Steuererklärung

Ab 2018 gilt für Steuerpflichtige die „Belegvorhaltepflicht“. Das bedeutet, dass Steuerpflichtige nicht mehr gezwungen sind, die Belege mit der Steuererklärung einzureichen. Sie müssen sie lediglich nur noch aufbewahren und bei Verlangen vorlegen.

Kreditkartengebühren bei Onlinekäufen

Die ab 13. Januar gültige Regelung wird fast alle Verbraucher erfreuen. Zum einen wird die Haftung bei Kreditkartenmissbrauch auf einheitlich 50 Euro begrenzt. Zum anderen dürfen Onlinehändler ab diesem Datum keine gesonderten Gebühren mehr für die Bezahlung mit Kreditkarte in Rechnung stellen.

Ab Ende des Jahres sind dann auch noch Echtzeitüberweisungen innerhalb der Eurozone möglich.

Streamingdienste im EU-Ausland

Wer ein Abo bei Netflix oder anderen Streamingdiensten nutzt, wird ebenfalls finanziell entlastet. Ab dem 20. März 2018 entfällt das sogenannte Geoblocking. Nutzer dieser Dienste müssen ab diesem Datum nicht mehr mit gesonderten Gebühren rechnen, wenn sie sich im EU-Ausland einen Film anschauen.

Byebye 500-Euro-Schein

Vielleicht hat ihn der eine oder andere schon in den Händen gehalten. Aber dem Beschluss der EZB aus dem Jahr 2016 folgen im Jahr 2018 die Taten. Die Ausgabe des 500-Euro-Scheins wird eingestellt. Das bedeutet aber nicht, dass im Umlauf befindliche Scheine ihren Wert verlieren!

Anstieg der KFZ-Steuer für Neuwagen

Ab dem 1. September 2018 fallen für Neuwagen vermutlich höhere Steuern an. Wer einen Autokauf im nächsten Jahr plant, sollte diesen Termin im Auge behalten. Grund dafür ist der neue Abgastest WLTP. Für bereits zugelassene Fahrzeuge wird es keine Änderung geben.

Neuzulassungen ab dem 31. März 2018 müssen mit dem Notrufsystem e-Call ausgestattet sein, welches bei einem schweren Unfall automatisch Hilfe herbeiruft.

EU-Pauschalreiserichtlinie mit Licht und Schatten für Verbraucher

Die neue Pauschalreiserichtlinie bringt Gutes und weniger Gutes. Zum einen haben Verbraucher künftig eine Frist von zwei Jahren, um mögliche Ansprüche gegen den Veranstalter geltend zu machen. Bislang betrug die Frist nur vier Wochen nach Ende der Reise.

maengelQuelle: https://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article130835802/So-holt-man-sich-nach-Urlaubs-Aerger-Geld-zurueck.html#cs-DWO-FI-Reisemaengel-jb-Aufm-jpg.jpg

Auf der anderen Seite können die Reiseanbieter ab Juli bis zu 20 Tage vor Reisebeginn den Preis nachträglich um bis zu acht Prozent erhöhen. Dies ist möglich, wenn beispielsweise die Kosten für Kerosin gestiegen sind. Bislang waren nur fünf Prozent zulässig.

Es gibt aber noch eine Neuerung, welche den Staat betrifft. Ab Mai 2018 speichert das Bundeskriminalamt von allen Flugreisenden, die in das Ausland unterwegs sind oder von dort kommen,

  • Name
  • Sitzplatz
  • Flugnummer
  • IP-Adresse aller Auslandsfluggäste

für die Dauer von fünf Jahren.

Mehr Transparenz für Bauherren

Ab Januar müssen Bauträger oder Baufirmen Bauherren explizit detaillierte Baubeschreibungen aushändigen, die es ermöglichen, die unterschiedlichen Angebote genau miteinander zu vergleichen. Darüber hinaus müssen die Baufirmen einen verbindlichen Zeitpunkt für die Fertigstellung der Immobilie benennen.

Die Rücktrittsfrist von einem solchen Werkvertrag beträgt künftig 14 Tage.

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