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Der Bitcoin geht an die Börse

Die größte Börse der Welt, die Chicago Mercantile Exchange Group (CME), teilte am 1. Dezember 2017 mit, dass sie den Bitcoin am 18. Dezember 2017 erstmalig als Basiswert für ein Future zulassen wird. Die US-Regulierungsbehörde CFTC hatte bereits grünes Licht dafür gegeben.

Wer es bis dahin nicht abwarten kann, muss sich an die ebenfalls in den USA ansässige Handelsplattform CBOE plant den Handel mit Bitcoin-Futures bereits ab dem 10. Dezember 2017.

Das Angebot soll ab dem 10.12. gelten, der darauf folgende Montag wird der erste volle Handelstag sein. Interessanterweise zog der Aktienkurs von CBOE nach Bekanntgabe der Meldung um zwei Prozent an.

Mit Hilfe eines Futures können sich Investoren gegen mögliche Preisschwankungen absichern. Gerade bei einem Basiswert wie dem Bitcoin keine unkluge Entscheidung. Selbst ein Einbruch um fast 15 Prozent scheint der Kryptowährung nicht zu schaden.

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Kurs 5.12.2017

Wie explosionsartig sich der Kurs des Bitcoins in den letzten Monaten entwickelt, zeigt die Übersicht für ein Jahr:

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Zu erklären ist der Hype nicht. Ethereum, nach dem Bitcoin die zweitgrößte Kryptowährung, zeigt einen ähnlichen Kursverlauf. Hierzulande gilt der Bitcoin zu 99 Prozent als reiner Spekulationswert. Die Zahl der Geschäfte und Restaurants, die Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren, lässt sich fast an zwei Händen abzählen und beschränkt sich überwiegend auf Berlin.

Es bleibt abzuwarten, wie deutsche Anleger auf das Angebot der US-Amerikaner reagieren und welcher deutsche Broker den Zugang ermöglichen wird.

Großbritannien plant Regulierung

Die Briten wollen künftig alle Onlinehandelsplätze unter Aufsicht stellen. Dies wird damit begründet, dass Geldwäsche und Steuerhinterziehung stärker verfolgt werden sollen. Zeitlich ist die Ankündigung von der Insel kein Zufall, da der CME-Future auch in London handelbar sein wird. Die Aufsicht sieht vor, dass die Betreiber der Handelsplätze auf Anfrage die Identität ihrer Kunden preisgeben müssen. Darüber hinaus sollen verdächtige Transaktionen proaktiv an die Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Großbritannien räumt ein, dass die beiden genannten Gründe eher als zweitrangig gelten. Hauptgrund, wenn auch nicht offiziell, sei die Befürchtung, dass terroristische Aktivitäten mittels der Kryptowährung finanziert werden könnten.

JP Morgan und Goldman Sachs sehen dies ähnlich. Lege eine Währung über Nacht um 20 Prozent zu, sei dies keine Währung, sondern ein Vehikel, um illegale Transaktionen, darunter auch Waffen- und Drogenhandel, zu finanzieren. „„Es ist ein Werkzeug, um damit Verbrechen zu verüben“, sagte Lloyd C. Blankfein, CEO von Goldman Sachs, Ende November. Es könnte allerdings auch sein, dass die etablierte Finanzindustrie Angst um ihre Vormachtstellung in Sache Währung hat.

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