Agrarkredit

Der Agrarkredit ist ein Kredit, der für Landwirte gedacht ist. Auch landwirtschaftliche Betriebe stehen immer wieder vor der Situation, Investitionen tätigen zu müssen. Hat der Landwirt keine entsprechenden Rücklagen, muss eine Fremdfinanzierung genutzt werden. Der Agrarkredit ist hier in verschiedenen Bereichen besonders auf Landwirtschaftliche Betriebe zugeschnitten.

mihalec / shutterstock.com

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Wo kann ein Agrarkredit beantragt werden

Speziell Geschäftsbanken in landwirtschaftlichen Gebieten sind im Bereich der Agrarkredite stark vertreten. Landesbanken bieten Agrarkredite an, die aus staatlichen Fördermitteln finanziert werden. Bei diesen Krediten sind sehr moderate Zinssätze zu erwarten.

Der Staat hat es sich zur Aufgabe gemacht, landwirtschaftliche Betriebe mit starken Subventionen zu unterstützen.

Laufzeiten beim Agrarkredit

Grundsätzlich kann der Agrarkredit in zwei verschiedene Bereiche unterteilt werden. Wir sprechen zum einem vom kurzfristigen Agrarkredit und vom langfristigen Agrarkredit. Beide werden nur an gewerbetreibende im Agrarsektor vergeben.

Kurzfristige Agrarkredite werden zum Beispiel dafür verwendet Saatgut zu erwerben, Düngemittel zu kaufen oder Tierfutter zu beschaffen. Diese Finanzspritze kann in der Landwirtschaft durch saisonale Gegebenheiten schnell notwendig werden. Kurzfristige Agrarkredite werden oft als einfache Wechselkredite geführt.

Langfristige Agrarkredite fliesen in der Regel in das Anlagevermögen eines landwirtschaftlichen Betriebs. Von der Kreditsumme können neue Ackerflächen erworben, bestehende Gebäude modernisiert oder Gebäude komplett neu errichtet werden. Es ist aber auch möglich Landwirtschaftliche Maschinen zu erwerben. Die Kreditsumme aus langfristig angelegten Krediten, dient dazu den Betrieb dauerhaft konkurrenzfähig zu halten.

Was unterscheidet den Agrarkredit vom Ratenkredit

Der Agrarkredit ist speziell auf die Besonderheiten Landwirtschaftlicher Betriebe abgestimmt. Landwirtschaftliche Betriebe zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass viel Grund und Boden im Betriebsvermögen stecken. Diese können beim Agrarkredit als Sicherheit genutzt werden. Aufgrund dieser Sicherheiten, bestehend aus Land und Gebäuden, sind Landwirte eine sehr beliebte Kundengruppe bei Banken. Wenn ein Agrarkredit mit einem Grundpfandrecht abgesichert wird, spricht man auch von einem landwirtschaftlichen Realkredit. Die Konditionen hierfür sind entsprechend gut.

Bieter der Kreditnehmer seine Maschinen als Sicherheit an, geschieht das in Form einer Sicherheitsübereignung. Die beweglichen Güter bleiben aber zunächst im Besitz des Kreditnehmers und können weiterhin genutzt werden.

Speziell bei der Tilgung nehmen die Banken Rücksicht auf die besonderen Anforderungen von Landwirten. Die Einnahmen von Bauern hängen auch stark von äußeren Einflüssen ab. Spielt das Wetter nicht mit, kann die Erntesaison schlecht ausfallen und sich direkt auf den finanziellen Spielraum der Landwirte auswirken. Kann aufgrund dieser Umstände der Agrarkredit nicht gezahlt werden, sind dafür Tilgungsaussetzungen vorgesehen.

Beleihungswert

Wenn beim Agrarkredit Sicherheiten einbezogen werden, muss die Bank den Wert der Sicherheiten bestimmen. In der Regel liegt der hier festgelegte Wert deutlich unter dem eigentlichen Marktwert. Die Banken haben hier 3 verschiedene Wege den Wert zu ermitteln: Ertragswertverfahren, Vergleichswertverfahren und das Sachwertverfahren.

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