Aus welchen Gründen werden Kredite abgelehnt?

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Sicherheiten:

Bei großen Kreditsummen fordern zahlreiche Banken Sicherheiten wie beispielsweise Immobilien und Grundstücke. Alternativ kann auch ein Bürge für die Sicherheit des geliehenen Betrags aufkommen. Antragsteller, die weder über ein Sparbuch oder diverse Wertpapiere verfügen, müssen mit einer Ablehnung rechnen. Das Risiko einer Absage steigt beträchtlich, wenn keine Eigenmittel zur Verfügung stehen.

Möchte man sich von der Bank Geld leihen, so muss ein Kreditantrag eingebracht werden.
Dieses Schriftstück wird vom Kreditinstitut auf Herz und Nieren geprüft. Wird der Kredit abgelehnt, so sind zahlreiche Antragsteller enttäuscht und entmutigt. Wenn die Bank den Kredit nicht befürwortet, gibt es für diese Entscheidung meist triftige Gründe.

Um die nächste Absage zu vermeiden, sollte der Antrag auf mögliche Fehler untersucht werden. Die folgende Checkliste hilft dabei, den häufigsten Ursachen für Verweigerung des Kredits vorzubeugen.

 

 

Checkliste:

Bankinstitute müssen die Kreditwünsche aus verschiedensten Gründen abschlagen.

1. Fehlende oder fragliche Kreditwürdigkeit:
Zahlreiche Absagen beruhen auf der Tatsache, dass es dem Antragstellen an Kreditwürdigkeit fehlt. Banken vergeben Darlehen nur selten an Arbeitslose und Studenten. Ebenso selten erhalten Personen mit geringen Einkommen und Pensionisten
einen Kredit, da die Rückzahlungsraten nur schwer aufgebracht werden können.
2. Befristeter Arbeitsvertrag:
Personen mit einem befristeten Arbeitsvertrag werden häufig als nicht in Betracht kommend zurückgewiesen, da die Sorge besteht, dass das Einkommen bei Nichtverlängerung des Vertrags sinkt und der Antragsteller nicht so schnell eine neue Arbeit findet.
3. Erst seit kurzer Zeit selbstständig:
Wer weniger als drei Jahre selbstständig ist, erhält oftmals eine Kreditablehnung. Generell verhalten sich die Banken bei der Kreditvergabe an Selbstständigen äußerst zurückhaltend.
4. Unregelmäßige oder geringe Umsätze:
Selbstständige müssen bei der Bank nicht nur die Höhe, sondern auch die Regelmäßigkeit der Umsätze vorweisen. Sind die Umsätze zu gering oder unregelmäßig, so werden die Kreditanträge großteils abgelehnt.
5. Einkommen kann nicht gepfändet werden:
Personen, die entweder Arbeitslosengeld oder Elterngeld beziehen, haben zwar ausreichend Einkommen für ein kleines Darlehen, jedoch kann diese Art von Einkommen im Notfall nicht gepfändet werden. Da auch Lohnersatzleistungen nicht pfändbar sind, sieht das Geldinstitut diese finanziellen Mittel als wertlos an.
6. Zu geringes Einkommen:
Die Wahrscheinlichkeit einer Kreditabsage ist sehr hoch, wenn das Einkommen sehr gering ist. Liegt der Lohn knapp über der gesetzlichen Pfändungsgrenze, so ist der Spielraum für regelmäßige Kreditraten minimal.
7. Missverhältnis zwischen Einkommen und Kreditsumme:
Bei größeren Anschaffungen sind viele Personen auf das Wohlwollen der Bank angewiesen. Der Antrag auf ein Guthaben bei der Bank kann sogar dann abgewiesen werden, wenn der Antragsteller ein hohen Einkommen bezieht. Der Bank ist es wichtig, dass die Balance zwischen Einkommen und Kredithöhe gegeben ist. Ist das Einkommen im Verhältnis zum Wunschkredit zu gering, so wird der Antrag nicht stattgegeben.
8. Rücklastschriften:
Ein K.-O.-Kriterium ist eine Rücklastschrift auf dem Kontoauszug. Die Bankinstitute recherchieren nach etwaigen Rücklastschriften. Mit roten Zahlen und einem überzogenen Dispokredit kann man sich einen Antrag zur Geldaufnahme meist sparen, da ein schlechter Eindruck entsteht und sich die Bank ihrerseits ein negatives Bild vom folgenden Kreditverlauf macht.
9. Einschaltung von Inkassounternehmen:
Werden Buchungen von Inkassounternehmen nachgewiesen, so sind diese für die Bank Anzeichen einer schlechten Zahlungsmoral.
10. Dispositionskredit:
Bei Banken läuten bei einem überzogenen Dispositionskredit die Alarmglocken. Für das Geldinstitut ist die Balance auf dem Konto des Antragstellers nicht gegeben.

Vorgehensweise nach Absage:

Antragsteller sollten sich keinesfalls von einer Absage entmutigen lassen, da nicht alle Grundvoraussetzungen erfüllt wurden. Diese Checkliste hilft dabei, Fehler beim Antragstellen zu erkennen. Nach der Fehleranalyse und der Änderung kann ein weiterer Versuch gewagt werden, Geld bei der Bank aufzunehmen.

Bei hohen Krediten und Grenzfällen ist es empfehlenswert, einen Unternehmens- oder Finanzberater zu kontaktieren. Dieser kann oftmals dabei behilflich sein, Lösungsvorschläge einzubringen, um die internen Vergaberichtlinien der Bank einzuhalten.

Zahlreiche Online-Anbieter haben sich auf den klassischen Konsumkreditbereich spezialisiert, die nicht nur attraktive Rahmenbedingungen, sondern auch gute Konditionen bieten. Vorteilhaft ist auch, dass die Anforderungen an den Antragsteller nicht so streng sind wie in den klassischen Banken. Zu einem guten Eindruck verhelfen freiwillige Angaben, die über die Pflichtfelder hinausgehen. Wird der Kreditantrag per Post eingebracht, so empfiehlt es sich, dem Geldinstitut ein förmliches Schreiben mit Informationen zu Ihrer Person und zum Finanzierungsgegenstand zu senden.

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