Investitionskredit

Der Investitionskredit ist eine Kreditart die sich an Unternehmer richtet. Stillstand ist Rückschritt, aus diesem Grund versuchen viele Unternehmen stetig zu wachsen, nicht selten kann dieses Wachstum nur unvollständig aus eigenen Mitteln realisiert werden. Das notwendige Kapital um die Firma auszubauen oder zu verbessern, kann über einen Investitionskredit beschafft werden. Auch wenn der Unternehmer eventuell die notwendigen Rücklagen hätte, kann durch einen Kredit die Liquidität gewahrt werden.

CHOATphotographer / shutterstock.com

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Was wird mit dem Investitionskredit finanziert

Nutzt ein Unternehmen einen Kredit um den Geschäftsbetrieb auszuweiten, spricht man von einem Investitionskredit. Dieser kann beispielsweise dazu genutzt werden, neue Fahrzeuge anzuschaffen, die Büroräume zu erweitern, neue Lagerfläche zu erschaffen oder das Firmengrundstück zu erweitern. Der Investitionskredit soll dazu dienen, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern.

Tipp der Redaktion:

Auch der Staat hat Interesse daran, dass Unternehmen wachsen und weiter in die Wettbewerbsfähigkeit investieren. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert oder ausgebaut. Deshalb gibt es für Unternehmen auch staatliche Förderungen die besonders attraktiv sein können. Investitionskredite von der KfW Bank können so auch eine Option sein. Die Verzinsung hierbei richtet sich nicht so sehr nach der Bonität, sondern nach der Größe des Unternehmens.

Investitionskredit und seine Zinsen

Bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen, versuchen die Banken sich ähnlich wie bei privaten Kreditnehmen abzusichern. Die Bonität von Firmen spielt hierbei eine übergeordnete Rolle. Kann das Unternehmen eine gute Bonität aufweisen, ist das Risiko eines Zahlungsausfalls für die Banken geringer. Hat das Unternehmen eine schlechte Bonität, lässt sich die Bank das größere Risiko bei den Zinsen für den Investitionskredit zahlen.

Nimmt das Unternehmen einen Investitionskredit auf, wird von der Kreditsumme in der Regel eine Anschaffung getätigt, die auch als Sicherheit dienen kann. Kauft das Unternehmen zum Beispiel ein neues Grundstück oder eine neue Immobilie, können diese mit einer Grundschuld belegt werden und bei den Banken als Sicherheit dienen. Je größer die gebotenen Sicherheiten, desto kleiner der Zinssatz.

Komplizierter wird es, wenn der Kredit dafür verwendet wird, Lizenzen oder Patente zu erwerben. Hier ist es für die Bank schwierig einen tatsächlichen Wert zu bestimmen, denn der reine Kaufpreis ist keine wirkliche Grundlage und Sicherheit für die Bank.

Eckdaten beim Investitionskredit

Die Tilgung eines Investitionskredits kann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum einen kann eine einfache Ratentilgung gewählt werden, dabei bleibt die Tilgung gleich die Zinsen steigen aber mit fortschreitender Kreditlaufzeit. Das führt dazu, dass die Raten anfangs höher sind und später sinken. Eine andere Tilgungsmöglichkeit ist das endfällige Darlehen. Dabei werden über den Kreditzeitrahmen nur die Zinsen bedient und die Kreditsumme wird am Ende als Endbetrag abgezahlt.

Generell ist die Kreditlaufzeit bei Investitionskrediten eher langfristig ausgelegt. Oft wird die Laufzeit der Lebensdauert der angeschafften Werte angepasst.

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