Lombardkredit

Bei einem Lombardkredit handelt es sich um ein Darlehen, das kurzfristig angelegt ist und für gewisse Sicherheiten vergeben wird. Als Sicherheiten müssen Vermögenswerte angegeben werden, die verpfändet werden können. Diese Vermögenswerte können entweder Aktiendepots oder Edelmetalle sein. Der Lombardkredit ist eine kurzfristige Finanzspritze.

Denis Vrublevski / shutterstock.com

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Wozu werden Lombardkredite verwendet?

Der Lombardkredit ist eine kurzfristige Finanzspritze die ohne Zweckbindung vergeben wird. Wofür der Lombardkredit also genutzt wird kann nicht pauschal gesagt werden. Oft werden damit offene und dringende Rechnungen beglichen, oder notwendige Waren werden beschafft. Lombardkredite werden gleichermaßen von Privatpersonen und Unternehmen genutzt. Selbst Banken greifen auf Lombardkredite zurück, wenn Wertpapiere eingereiht werden.

Vor- und Nachteile beim Lombardkredit

  • Schufa: Der Lombardkredit wird ohne Schufaprüfung vergeben.
  • Verfügbarkeit: Lombardkredit steht schnell zur Verfügung.
  • Sicherheiten: Wertgegenstände müssen nicht verkauft werden.
  • Zinsen: Besonders günstige Zinsen möglich.
  • Überprüfung: Wertgegenstände müssen überprüft werden.
  • Verlust: Kann der Kredit nicht bedient werden, verliert man die Wertgegenstände.
  • Abschlag: Wertgegenstände werden mit Abschlag bewertet.

Der Bundesbanklombardsatz bestimmt die Höhe der Zinsen und wird in Anlehnung an das allgemeine Zinsniveau festgelegt. Die Zinsen für den Endkunden orientieren sich auch am allgemeinen Zinssatz, es wird dabei aber auch der Wert der pfändbaren Sicherheiten berücksichtigt.

Was kann beim Lombardkredit als pfändbare Sicherheit dienen

Die Banken entscheiden selbst und sehr individuell, welche Pfandwerte akzeptiert werden. Die häufigsten Pfandwerte sind allerdings Edelmetalle oder Wertpapieren. Hier hat die Bank keinerlei Probleme mit der Bewertung und auch der Verkauf ist für die Bank sehr simpel und ohne Aufwand zu realisieren. Bei Pfandhäusern können aber auch allerlei andere Gegenstände beliehen werden und so zum Lombardkredit umfunktioniert werden.

Unabhängig davon ob Pfandhaus oder Bank, die pfändbaren Werte können nie zu 100 Prozent des Marktwerts beliehen werden. Der Wertabschlag soll den Kreditgeber vor Wertverlusten schützen. Objekte können in der Regel mit zwischen 20 und 70 Prozent des Marktwerts beliehen werden.

Bei Wertpapieren bewegt man sich nur zwischen 40 und 50 Prozent. Damit schützen sich die Banken vor Kursverlusten.

Lombardkredit Datenblatt:

  • Finanzspritze für kurzfristige Dauer
  • Wertgegenstände dienen als pfändbare Sicherheiten
  • Pfandhäuser & Banken vergeben Lombardkredite
  • Abschläge der Wertgegenstände
  • Zinsen sind sehr günstig durch die Sicherheiten
  • Kreditsumme wird festgelegt durch Wert der pfändbaren Gegenstände

Folgende Lombardkredite sind gängig:
Warenlombard: Waren werden per Traditionspapier als Sicherheit für den Lombardkredit geliefert. So kann der Kredit zum Beispiel zur Finanzierung von weiteren Gütern eingesetzt werden
Effektenlombardkredit: Hier vergeben die Banken Kredite, mit einer Summe für die Verleihungsgrenze der Wertpapieren.
Edelmetalllombardkredit: Dieser Kredit ist nicht mehr bei Banken zu finden, sondern eher bei Pfandhäusern. Alle Arten von Edelmetallen können mit einem Absatz in Bargeld umgewandelt werden.

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